Die Tagesschau meldet heute, dass Diebe in der Nacht zum Freitag, den Schriftzug “Arbeit macht frei” vom Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Auschwitz gestohlen haben. Einem Wachmann war gegen 6 Uhr morgens das Fehlen der Schriftzuges aufgefallen.
Taggesschau.de zufolge wurde das Schild an einer Seite abgeschraubt, an der anderen abgerissen. Von möglichen Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei wartet nun auf die Auswertung der Bilder der Überwachungskameras.
Da frage ich mich, wer so etwas tut. Eisendiebe, denen es an jeder Form von Pietät mangelt? Oder der Schlag Leute der Nachts auf Friedhöfen Grabsteine mit Hakenkreuzen beschmiert, und seine Nothdurft auf den Gräbern verrichtet?
Das Wort, das mir spontan für solche Leute einfällt, ist für einen Blog wohl zu unflätig.
Der Spruch “Arbeit macht frei” stand über den Toren aller Konzentrationslager (mit Ausnahme des Lagers Buchenwald, dort stand “Jedem das Seine”). Der zynische Spruch sollte den angeblichen “Erziehungszweck” der Lager umschreiben, und den eigenlichen Zweck, der systematischen Ermordung von Menschen (”Vernichtung durch Arbeit“) verschleiern. Das Schild in Auschwitz wurde von polnischen Zwangsarbeitern im Lager gefertigt.
Der Spruch selbst geht auf den SS-General Theodor Eicke zurück, der der erste Lagerkommandant im KZ Dachau war.
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