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	<title>evil daystar &#187; Wahl</title>
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		<title>Bundestagswahl 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Sep 2009 14:07:26 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2709" title="bundestagswahl_2009_betriebssysteme" src="http://evildaystar.de/wp-content/uploads/2009/09/bundestagswahl_2009_betriebssysteme.png" alt="bundestagswahl_2009_betriebssysteme" width="455" height="317" /></p>
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		<title>Innenministerium will Trennung zwischen Geheimdiensten und Polizei aufweichen</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 11:31:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>huettn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein &#8220;Wunschzettel&#8221; der Referate des Innenministerium ist aufgetaucht, der über das Wahlprogramm der CDU hinausgehend  einen Ausbau des Verfassungsschutz zu einer allgemeinen Sicherheitsbehörde fordert. Die als Reaktion auf nationalsozialistische Herrschaftsinstrumente wie Gestapo und Reichssicherheitshauptamt etablierte strikte Trennung von Geheimdienst und Polizei würde damit weiter aufgeweicht. Das Papier vom 22. September trägt den Titel &#8220;Vorbereitung Koalitionspapier&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein &#8220;Wunschzettel&#8221; der Referate des Innenministerium ist aufgetaucht, der über das Wahlprogramm der CDU hinausgehend  einen Ausbau des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesamt_f%C3%BCr_Verfassungsschutz" target="_blank">Verfassungsschutz</a> zu einer allgemeinen Sicherheitsbehörde fordert. Die als Reaktion auf nationalsozialistische Herrschaftsinstrumente wie Gestapo und Reichssicherheitshauptamt etablierte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trennungsgebot_zwischen_Nachrichtendiensten_und_Polizei" target="_blank">strikte Trennung von Geheimdienst und Polizei</a> würde damit weiter aufgeweicht. Das Papier vom 22. September trägt den Titel &#8220;Vorbereitung Koalitionspapier&#8221; und <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/514/488907/text/" target="_blank">liegt der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; vor</a>. Es sieht für den Verfassungsschutz folgende neue Kompetenzen vor:</p>
<ul>
<li><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Durchsuchung" target="_blank">Daten auf Computer herunter- bzw. hochladen</a> (Noch darf das nur das Bundeskriminalamt).</li>
<li>Zugriff auf die Daten der <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/">Vorratsdatenspeicherung</a> (ist bisweilen der Polizei und Justiz vorbehalten)</li>
<li>Lausch- und Spähangriffe in Privatwohnungen</li>
</ul>
<p>Außerdem sieht das Papier für alle Sicherheitsbehörden neue Methoden vor:</p>
<ul>
<li>Einführung des genetischen Fingerabdruck als &#8220;erkennungsdienstliche Standardmaßnahme&#8221; (also auch bei Ladendiebstahl)</li>
<li>Straffreiheit für verdeckte Ermittler bei der Begehung von Straftaten die zum &#8220;szenetypischem Verhalten&#8221; gehören.</li>
</ul>
<p>Auch wenn <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Sch%C3%A4uble" target="_blank">Schäubles</a> Büroleiter, Bruno Kahl, erklärt, dass das Papier der Leitungsebene des Hauses nicht vorlag und es postwendend zu einem &#8220;Ministeriums-Internum&#8221; umbenennt, dürfte es dem Innenminister gefallen: &#8220;Die Wirklichkeit halte sich nicht an diese klare Trennung. Und der demokratische Rechtsstaat dürfe sich dem Wettkampf mit den Gefährdern nicht verweigern. Bessere Vernetzung von Behörden und Informationen sei eine Notwendigkeit&#8221;, <a href="http://www.netzpolitik.org/2007/die-trennung-zwischen-geheimdiensten-und-polizei-aufheben/" target="_blank">so Schäuble</a> bereits <a href="http://www.zeit.de/online/2007/45/bnd-schaeuble" target="_blank">2007 auf einer Tagung</a> des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst" target="_blank">Auslandgeheimdienstes BND</a>.</p>
<p><strong>Update</strong>: Wolfgang Bosbach schließt die Umsetzung der Vorschläge nach der Bundestagswahl kategorisch aus.</p>
<blockquote><p>„Neue Befugnisse wie Online-Durchsuchungen, Späh- oder Lauschangriffe für den Verfassungsschutz werden nach der Bundestagswahl keine Rolle spielen.“</p></blockquote>
<p>,sagte der CDU-Politiker der <a title="Neue Osnabrücker Zeitung" href="http://www.neue-oz.de" target="_blank">Neuen Osnabrücker Zeitung</a>.</p>
<blockquote><p>„Die Diskussion um erweiterte Rechte für den Verfassungsschutz ist eine Phantom-Debatte.“#</p></blockquote>
<p>So Bosbach weiter. Neben der Tatsache, dass man hellhörig werden sollte, wenn ein CDU-Politiker das Wort &#8220;Phantomdebatte&#8221; in den Mund nimmt, ist seine Begründung interessant: Laut der Neuen Osnabrücker Zeitung sagte Bosbach nämlich, mit einer Koalition aus FDP oder SPD seien die Pläne nicht umsetzbar. Mit anderen Worten: Die CDU distanziert sich nicht von den Vorschlägen, sondern bedauert lediglich, keinen Koalitionspartner zu finden, um die feuchten Träume des Innenministeriums wahr werden zu lassen.</p>
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		<title>Rechte Amtsanmaßung</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Sep 2009 11:26:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[NPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Berliner Tagesspiegel berichtet heute über eine Kampange der berliner  NPD, bei der  an den Grünenabgeordneten Özcan Mutlu ein Brief versandt wurde, der ihn zur &#8220;Heimreise&#8221; auffordert, und in Aufmachung und Textform wohl an die Schreiben der Ausländerbehörde angelehnt ist. In dieser &#8220;Bekanntmachung&#8221; werden die Empfänger der Briefe darüber informiert, dass sie im Rahmen eines [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Berliner <a title="Tagesspiegel" href="http://www.tagesspiegel.de" target="_blank">Tagesspiegel</a> <a title="Tagesspiegel - Berliner NPD will Migranten einschüchtern" href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Rechtsextremismus-NPD;art124,2905412" target="_blank">berichtet</a> heute über eine Kampange der berliner  NPD, bei der  an den Grünenabgeordneten <a title="Öcan Mutlu" href="http://www.mutlu.de" target="_blank">Özcan Mutlu</a> ein Brief versandt wurde, der ihn zur &#8220;Heimreise&#8221; auffordert, und in Aufmachung und Textform wohl an die Schreiben der Ausländerbehörde angelehnt ist. In dieser &#8220;Bekanntmachung&#8221; werden die Empfänger der Briefe darüber informiert, dass sie im Rahmen eines &#8220;5-Punkte-Plans&#8221; wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt würden. Um Unterkunft und Arbeit sollen sie sich bereits jetzt kümmern.</p>
<p>Die NPD bekennt sich zu der Aktion, als Verantwortlicher ist der Landesvorsitzende der Berliner NPD, <a title="NPD.de - Jörg Hähnel" href=" http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_H%C3%A4hnel" target="_blank">Jörg Hähnel</a>, genannt. Laut Hähnel sollen in den nächsten Tagen noch weitere berliner Bürger mit Migrationshintergrund das Schreiben erhalten.</p>
<p>Die berliner Staatsanwaltschaft hat inzwischen Ermittlungen gegen Hähnel eingeleitet, es besteht der Verdacht der Volksverhetzung. Es ist nicht das erste Mal das Hähnel mit dem Gesetz in Konflikt gerät: Bereits zweimal wurde er  verurteilt, unter anderem wegen der <a title="Morgenpost - NPD Chef bekommt Geldstrafe" href="http://www.morgenpost.de/berlin/article963585/Berliner_NPD_Chef_bekommt_Geldstrafe.html" target="_blank">Billigung von Straftaten</a>; allerdings sind die Urteile beide noch nicht rechtskräftig.</p>
<p>Die Aktion erinnert an eine Provokation vom August, bei der die Thüringer NPD den aus Ghana stammenden CDU Abgeordneten Zeca Schall <a title="TAZ.de NPD droht schwarzem CDU-Politiker" href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/npd-droht-schwarzem-politiker/" target="_blank">bedroht</a> hatte. Die NPD hatte damals verlauten lassen, man wolle Schall &#8220;zu Hause besuchen&#8221; und &#8220;zur Heimreise animieren&#8221;.</p>
<p>Fast ebenso erschreckend wie die Aktion der NPD sind die, wenigstens unsensiblen, Reaktionen mancher Zeitungsleser hierauf. So schreibt, in der Kommentarfunktionvon <a title="Zeit online: NPD fordert Politiker zur &quot;Heimreise&quot; auf" href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2009-09/npd-heimreise-abgeordnete?commentstart=1#cid-448429" target="_blank">ZeitOnline,</a> der ZeitOnline-Leser <a title="ZeitOnline - User Papacello" href="http://community.zeit.de/user/papacello" target="_blank">papacello</a></p>
<blockquote><p>Aussagen von Politikern mit Migrantenhintergrund wie &#8220;Die haben immer noch nicht verstanden, dass dieses Land auch unser Land ist&#8221; (Mutlu) sind missversändlich und nicht dazu angetan, zur sachlichen Auseinandersetzung beizutragen.</p>
<p>Man stelle sich einmal umgekehrt vor, dass in die Türkei emigrierte Deutsche und dort als Politiker sozialisierte Menschen vor Ort den gleich Spruch losließen&#8230;</p></blockquote>
<p>gerade so, als sei Mutlu nun selber schuld, zur Zielscheibe der Rechten zu werden, wenn er solche Aussagen tätigt.</p>
<p>papacello vergisst dabei, dass zum einen Özcan Mutlu laut seiner Biographie bereits seit 1990 deutscher Staatsbürger ist, und übersieht zum anderen, dass es doch genau diese Form gesellschaftlicher Partizipation ist, nämlich das Land in dem man lebt als &#8220;sein Land&#8221; zu begreifen, die konservative Politiker von Menschen mit Migrationshintergrund andauernd fordern. Wenn dann jemand das tatsächlich für sich umsetzt, ist es offenbar auch nicht recht.</p>
<p>Ich habe Özcan Mutlu mal gefragt, ob er mir den Wortlaut des NPD-Schreibens zur Veröffentlichung zukommen lassen will.</p>
<p><strong>Update</strong>: Herr Mutlu war so freundlich, mir einen Scan des NPD -Schreibens zur Verfügung zu stellen (<a title="&quot;Bekanntmachung&quot; der NPD" href="http://evildaystar.de/wp-content/uploads/2009/09/OezcanMutluNPDHetze.pdf" target="_blank">&#8220;Bekanntmachung&#8221; der NPD (PDF)</a>). Als ich den Text auf der ersten Seite gelesen habe, ist mit fast mein Mittagessen wieder hochgekommen. Allzusehr erinnert mich der Text an nationalsozialistische Hetze im Stile von &#8220;Deutsche, kauft nicht bei Juden!&#8221;, mit sich der die NSDAP schon vor Hitlers Machtergreifung 1933 ihren Wählern &#8220;empfohlen&#8221; hat.</p>
<p>Auf der Rückseite des Schreibens druckt die NPD ihren &#8220;5-Punkte-Plan&#8221; (der auf der Vorderseite des Schreibens nur 4 Punkte hat) ab, der -in  ungelenker Sprache- erklärt, wie sich die NPD die &#8220;Rückfühung&#8221; von Ausländern vorstellt. Ob der Partei der klein auf der Rückseite des Schreibens angebrachte Hinweis, es handele sich nicht um ein amtliches Schreiben, hilft, darf angezweifelt werden, die berliner Staatsanwaltschaft hat in den letzten Tagen bereits eine Durchsuchung der Parteizentrale der NPD durchgeführt, und ermittelt nun wegen des <a title="Zeit.de: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Berliner NPD Chef" href="http://www.zeit.de/newsticker/2009/9/22/iptc-hfk-20090922-55-22463532xml" target="_blank">Verdachts der Volksverhetzung</a>.</p>
<p>Die unrühmliche Aktion der Nazis beschäftigt nun auch ausländische Medien. So hat die britische BBC bereits <a title="Pre-poll threats to German minorities " href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8271249.stm" target="_blank">ausführlich</a> <a title="http://German 'race hate' letters probed " href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8270598.stm" target="_blank">berichtet</a>.</p>
<p>Hoffentlich begreift nun auch der letzte Wähler, dass man Parteien wie der NPD und ihren Brüdern im Geiste seine Stimme nicht gibt!</p>
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		<title>Bundestagswahl 2009: Netzpolitische Entscheidungshilfen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 00:39:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>huettn</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kulturkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
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		<description><![CDATA[
Gegenüberstellung der Forderungen des Programms der Piratenpartei und der Grünen, erstellt von Volker Becks Büro.
Antworten der Parteien zu den netzpolitischen Fragen seitens netzpolitik.org
Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2009 der Wikimedia Deutschland e.V.
fsfe zur Bundestagswahl
Aktion &#8220;Bürgerrechte wählen &#8211; Überwachung abwählen&#8221; des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<ul>
<li><a href="http://beckstage.volkerbeck.de/2009/09/18/noch-wunsche/" target="_blank">Gegenüberstellung der Forderungen des Programms der Piratenpartei und der Grünen</a>, erstellt von <a href="http://beckstage.volkerbeck.de" target="_blank">Volker Becks</a> Büro.</li>
<li><a href="http://netzpolitik.org/2009/antworten-der-parteien-zur-netzpolitik/" target="_blank">Antworten der Parteien zu den netzpolitischen Fragen seitens netzpolitik.org</a></li>
<li><a href="http://wikimedia.de/index.php?id=119" target="_blank">Wahlprüfsteine zur Bundestagswahl 2009 der Wikimedia Deutschland e.V.</a></li>
<li><a href="http://wiki.fsfe.org/Bundestagswahl2009" target="_blank">fsfe zur Bundestagswahl</a></li>
<li>Aktion &#8220;<a href="http://buergerrechte-waehlen.hermes-net.de/" target="_blank">Bürgerrechte wählen &#8211; Überwachung abwählen</a>&#8221; des <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/" target="_blank">Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung</a>.</li>
</ul>
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		<title>Die Zukunft in der Hand &#8211; mit der Jungen Union wählen gehen</title>
		<link>http://evildaystar.de/2009/09/die-zukunft-in-der-hand-mit-der-jungen-union-wahlen-gehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 08 Sep 2009 21:37:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[So beginnt die Selbstbeschreibung der Jungen Union auf ihrer Homepage. Dinge selbst in die Hand genommen hat auch die Junge Union in Vogtsburg (Kaiserstuhl). Dort wählt man, zumindest wenn es nach der Jungen Union geht, nämlich bereits am 20.09.2009 den neuen Bundestag, also eine Woche vor dem Rest der Republik.  ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><strong>In der JUNGEN UNION aktiv sein heißt:</strong><br />
die eigene Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, weil wir lieber handeln als behandelt werden..</p></blockquote>
<p>So beginnt die <a title="Junge Union - Portrait" href="http://www.junge-union.de/content/junge-union/portrait/" target="_blank">Selbstbeschreibung</a> der <a title="Junge Union " href="http://www.junge-union.de/content/start/" target="_blank">Jungen Union</a> auf ihrer Homepage. Dinge selbst in die Hand genommen hat auch die <a title="Junge Union Vogtsburg im Kaiserstuhl" href="http://www.only-ju.com/index.html" target="_blank">Junge Union</a> in <a title="Google Maps Vogtsburg im Kaiserstuhl" href="http://maps.google.de/maps?f=q&amp;source=s_q&amp;hl=de&amp;geocode=&amp;q=Vogtsburg,+Vogtsburg+im+Kaiserstuhl&amp;sll=51.151786,10.415039&amp;sspn=16.014833,34.101563&amp;ie=UTF8&amp;ll=48.092757,7.68425&amp;spn=0.266005,0.532837&amp;z=11&amp;iwloc=A" target="_blank">Vogtsburg (Kaiserstuhl)</a>. Dort wählt man, zumindest wenn es nach der Jungen Union geht, nämlich bereits am <a title="Bundestagswahl 2009 in Vogtsburg" href="http://www.only-ju.com/veranstaltungen.html" target="_blank">20.09.2009</a> den neuen Bundestag, also eine Woche vor dem<a title="Bundestagswahl 2009" href="http://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_09/" target="_self"> Rest der Republik</a>.</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://evildaystar.de/wp-content/uploads/2009/09/ju-vogtsburg.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-2333" title="ju-vogtsburg-klein" src="http://evildaystar.de/wp-content/uploads/2009/09/ju-vogtsburg-klein.jpg" alt="ju-vogtsburg-klein" width="506" height="377" /></a></p>
<p>Mit dem falschen Wahltermin sind die Jungen Christdemokraten allerdings nicht allein. Laut einer <a title="Umfrage: Wann ist Bundestagswahl?" href="http://de.statista.com/statistik/daten/studie/30374/umfrage/bekanntheit-des-termins-der-bundestagswahl/" target="_blank">Forsa-Umfrage</a> wissen 48% der Bundesbürger nicht, wann der Wahltermin für die Bundestagswahl ist.</p>
<p>Das muss wohl an dem langweiligen Wahlkampf liegen. Oder daran, dass die Seite im schickern 90er-Jahre Design so verwirrend ist, dass der zuständige Autor vergessen hat, welchen Termin er denn nun eintragen wollte.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Geeks zu Wahlhelfern (3)</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Sep 2009 22:17:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jali</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlhelfer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe gerade mein &#8220;Wahlhelfer-Paket&#8221; bekommen. Das ist die offizielle Berufung zum Wahlhelfer. Es gibt ein dickes Paket mit Unterlagen, durch das ich mich noch durchwühlen muss. Dazu gibt&#8217;s eine DVD mit einem wirklich reizenden Film, in dem gezeigt wird, wie alles geht. Die Auszählerei ist auf den ersten Blick schrecklich kompliziert, aber bei genauem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade mein &#8220;Wahlhelfer-Paket&#8221; bekommen. Das ist die offizielle Berufung zum Wahlhelfer. Es gibt ein dickes Paket mit Unterlagen, durch das ich mich noch durchwühlen muss. Dazu gibt&#8217;s eine DVD mit einem wirklich reizenden Film, in dem gezeigt wird, wie alles geht. Die Auszählerei ist auf den ersten Blick schrecklich kompliziert, aber bei genauem hinsehen tatsächlich einfach und logisch. Vor allem wird deutlich, dass jemand mitgedacht hat, um den zählenden das Verfahren so einfach wie möglich zu machen.</p>
<p>Man muss übrigens bestätigen, dass man die Berufung erhalten hat. Wenn man den Wisch zurückschickt, gibt es kein Zurück mehr: Einen Rückzieher machen, kann man nur noch, wenn man z.B. krank wird. Leider ist das nötig geworden, weil in der Vergangenheit mache Leute nicht erschienen  sind.  Das ist natürlich ein Problem, weil der Wahlvorstand eine Mindestgrösse braucht, um beschlussfähig zu zu sein. Wer unentschuldigt fehlt, kann deshalb mit einem Ordnungsgeld belegt werden.</p>
<p>Ich mache jetzt noch das Bestätigungsschreiben fertig, und harre der Dinge die da kommen. So langsam freue ich mich auch auf diese Erfahrung.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Saar-CDU manipuliert Stimmzettel</title>
		<link>http://evildaystar.de/2009/08/saar-cdu-manipuliert-stimmzettel/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Aug 2009 12:23:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>huettn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Propaganda]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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		<description><![CDATA[
Das neue Layout der Stimmzettel im Saarland ist natürlich keine Wahl-Manipulation, nur weil der Orientierungspfeil auf das Feld der CDU zeigt (Laut SPIEGEL Online im Wahlreis Neunkirchen bis in den Kreis hinein). Es ist auch nur Zufall, dass die Landeswahlleiterin Karin Schmitz-Meßner als Abteilungsleiterin im saarländischen Innenministerium arbeitet und dieses &#8220;drucktechnisches Versehen&#8221; nicht aus dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1970" title="cdu-manipulation-stimmzettel" src="http://evildaystar.de/wp-content/uploads/2009/08/cdu-manipulation-stimmzettel.jpg" alt="cdu-manipulation-stimmzettel" width="506" height="243" /></p>
<p>Das neue Layout der Stimmzettel im Saarland ist natürlich keine Wahl-Manipulation, nur weil der Orientierungspfeil auf das Feld der CDU zeigt (<a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,644325,00.html" target="_blank">Laut SPIEGEL Online</a> im Wahlreis Neunkirchen bis in den Kreis hinein). Es ist auch nur Zufall, dass die Landeswahlleiterin Karin Schmitz-Meßner als Abteilungsleiterin im saarländischen Innenministerium arbeitet und dieses &#8220;drucktechnisches Versehen&#8221; nicht aus dem Verkehr zieht. Schließlich entspricht das &#8220;drucktechnisches Versehen&#8221; der Landeswahlordnung, die vor ein paar Monaten dahingehend verändert wurde. Es handelt sich auch nicht um versteckte Wahlwerbung, wenn Ministerpräsident Peter Müller (CDU) den Gehaltsabrechnungen der Beamten einen Brief beilegt, in dem er die Erhöhung der Besoldungs- und Versorgungsbezüge erwähnt. Oder doch, weil ein knapper Wahlausgang erwartet wird? Weil bei der letzten Wahl Peter Müller mit nur 6000 Stimmen Vorsprung gewonnen hat? Es stellt sich auch die Frage, ob man &#8211; angenommen bei der Wahl würden <a href="http://www.ccc.de/updates/2007/wahlstift-hack" target="_blank">Wahlstifte</a> eingesetzt werden &#8211; bei einem knappen Wahlausgang durch die stichprobenartige Auszählung der Papier-Wahlzettel überhaupt eine geringe Manipulation der Ergebnisse erkennen könnte? Und würde dann auf dem Display das CDU Feld blinken?</p>
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		<title>Geeks zu Wahlhelfern (2)</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Aug 2009 18:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jali</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Das ging aber schnell: Heute morgen habe ich mich beim statistischen Landesamt erkundigt, wie man Wahlhelfer wird, nun habe ich schon eine Antwort bekommen.
Sich zu registrieren ist ganz leicht: Einfach eine E-Mail an das zuständige statistische Landesamt schicken, in der man um Aufnahme in das Wahlhelferregister bittet. Folgende Informationen werden benötigt:
Vorname und Name
Anschrift
Geburtstag
Geburtsort
Telefonnummer (soweit vorhanden)

Das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das ging aber schnell: Heute morgen habe ich mich beim statistischen Landesamt <a title="Geeks zu Wahlhelfern" href="http://evildaystar.de/2009/08/geeks-zu-wahlhelfern/" target="_blank">erkundigt</a>, wie man Wahlhelfer wird, nun habe ich schon eine Antwort bekommen.</p>
<p>Sich zu registrieren ist ganz leicht: Einfach eine E-Mail an das zuständige statistische Landesamt schicken, in der man um Aufnahme in das Wahlhelferregister bittet. Folgende Informationen werden benötigt:</p>
<blockquote><address>Vorname und Name</address>
<address>Anschrift</address>
<address>Geburtstag</address>
<address>Geburtsort</address>
<address>Telefonnummer (soweit vorhanden)</address>
</blockquote>
<p>Das ist schon alles. Wie es weitergeht, weiß ich noch nicht, aber ich werde sicher von denen hören.</p>
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		<title>Wahlcomputer-Alarm in Bremen</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 23:46:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>huettn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlcomputer]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlhelfer]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlstift]]></category>

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		<description><![CDATA[Wahlcomputer waren das Thema einer öffentlichen Anhörung der Bremer Bürgerschaftsfraktion der SPD am 12.08.2009. Die üblichen Pro- und  Kontra-Positionen tauschten Christopher Harth, der in seiner  Examensarbeit die Diskussion um Wahlgeräte untersuchte, Constanze Kurz die sich als Informatikern wissenschaftlich mit Wahlcomputern  auseinandersetzt und als Sprecherin des CCC bekannt ist sowie der  Wahlbereichsleiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wahlcomputer waren das Thema einer <a href="http://www.spdfraktion-bremen.de/index.php?pointID=17&amp;datingOption=details&amp;ctID=7&amp;category=2&amp;datingID=56&amp;ct=mod_dating_contents&amp;ctB=mainContent" target="_blank">öffentlichen Anhörung</a> der <a href="http://www.spdfraktion-bremen.de/" target="_blank">Bremer Bürgerschaftsfraktion der SPD</a> am 12.08.2009. Die üblichen Pro- und  Kontra-Positionen tauschten Christopher Harth, der in seiner  Examensarbeit die Diskussion um Wahlgeräte untersuchte, <a href="http://waste.informatik.hu-berlin.de/46halbe/" target="_blank">Constanze Kurz</a> die sich als Informatikern wissenschaftlich mit Wahlcomputern  auseinandersetzt und als Sprecherin des <a href="http://www.ccc.de/" target="_blank">CCC</a> bekannt ist sowie der  Wahlbereichsleiter Karl Schlichting vom <a href="http://www.statistik.bremen.de/" target="_blank">Statistischen Landesamt Bremen</a> aus. <a href="http://www.hinterbank.de/" target="_blank">Rainer Hamann</a>, MdBB (SPD), moderierte die Veranstaltung.</p>
<p>Christopher Harth fasste die Argumente für <a href="http://wahlcomputer.ccc.de/" target="_blank">Wahlcomputer</a> wie folgt zusammen:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li> Eine technische Modernisierung der Wahl soll der Wahlverdrossenheit  entgegenwirken.</li>
<li> Wahlcomputer sollen Wahlhelfer &#8211; immer weniger Menschen nehmen dieses  Ehrenamt wahr – ersetzen.</li>
<li> Wahlcomputer sollen die Kosten von Wahlen senken.</li>
<li> Für Politikerinnen und Politiker soll das Zittern bis zum endgültigen  Wahlergebnis verkürzt werden.</li>
</ul>
<p>Welche Gruppen kritisch, neutral oder positiv gegenüber Wahlcomputern  aufgeschlossen sind, versuchte Christopher Harth zu kategorisieren und  vergaß dabei die wissenschaftliche Community, die wie Constanze Kurz  bemerkte, im In- und Ausland ablehnend dieser Technik gegenübersteht.  Überzeugen konnte er somit nicht mit seiner These, dass der Wunsch  vieler, Wahlcomputer einzusetzen, besteht und berücksichtigt werden  sollte. Immerhin brachte er nicht mehr sich solche Pointen wie 2008 im  <a href="http://politik-digital.de/wahlgeraete-so-sicher-wie-stift-und-papier" target="_blank">Interview mit politik-digital.de</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;Charakteristisch ist ja, woher diese negativen Artikel [bzgl.  Wahlcomputer] kommen: oft von heise.de oder aus dem Umkreis des CCC.<br />
Auf der Internetseite des Herstellers wahlsysteme.de &#8211; was man natürlich  auch kritisch sehen muss, dort stehen dann nur die positiven Berichte &#8211;  finden sich, u.a. über die Testwahl in Langen, auch einige neutralere  Artikel.&#8221;<a class="moz-txt-link-freetext" href="http://politik-digital.de/wahlgeraete-so-sicher-wie-stift-und-papier"><br />
</a></p></blockquote>
<p>Da er Herstellerangaben mehr traut als den Erkenntnissen von  unabhängigen Vereinen, Fachpresse und Wissenschaft, überraschte er wenig mit seiner Forderung, dass die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundeswahlger%C3%A4teverordnung" target="_blank">Bundeswahlgeräteverordnung</a> dem <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,611148,00.html" target="_blank">Urteil des  Bundesverfassungsgerichts</a> angepasst werden muss, damit Wahlcomputer  schleunigst wieder eingesetzt werden können.</p>
<p>Nach dem Auftakt von Christopher Harth holte Constanze Kurz zu einem Plädoyer für die transparente Stimmzettel-Wahl aus: Als bekennende Ossi  erzählte sie von ihren prägenden Erlebnissen der ersten Bundestagswahl  im Osten bei der das halbe Dorf die Stimmen auszählte und selbst Kinder nachzählen durften (und konnten). Aber dieses elementare Recht auf Wahlbeobachtung entfällt  durch Wahlcomputer. Grund ist, dass selbst Experten nicht  mehr Wahlcomputer kontrollieren können, wie selbst die <a href="http://www.osce.org/" target="_blank">OSCE</a> in den  <a href="http://wijvertrouwenstemcomputersniet.nl/images/1/1d/OSCE-report-with-highlights.pdf" target="_blank">Niederlanden bemängelte (S.12, pdf)</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;In the context of introducing new voting technologies, the issues of  transparency and observability remain a priority. The Nedap and SDU  machines are based on proprietary firmware, and voters, election officials and observers  cannot examine their operation. There is no possibility for a meaningful  recount. Although the firmware in the Nedap machines is inspected by  Brightsight, it is not possible to check that the firmware in any  particular machine is the authorized firmware. Whilst some  municipalities do perform a degree of pre-election testing, such tests  are not mandatory, and there is no parallel testing.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die fehlende Transparenz, das Black-Box-Problem, und nicht die Manipulierbarkeit ist das  eigentlich Problem bei Wahlcomputern, so Kurz. Unverständnis äußerte  sie darüber, dass man die lang erprobte und für jedermann  kontrollierbare Stimmzettel-Wahl, die lediglich mit ungefähr 2 Euro pro Wähler  zu buche schlägt, erwäge aufzugeben. Schließlich ist es für Politiker  ungemein wichtig, dass es keine Zweifel an ihrer Legitimität gibt. Der  moderierende Abgeordnete Hamann stimmte ihr zu, da er lieber das an  seine Nerven zehrende Warten auf die Endergebnisse ertrage, als  eventuelle vierjährige Zweifel an seiner Wahl. Darüber hinaus betonte  Kurz, dass die westlichen Demokratien mit intransparenten Wahlen ihre  Vorbildfunktion gegenüber weniger demokratischen Ländern verlieren.</p>
<p>Skeptisch zeigte sich der Wahlbereichsleiter Karl Schlichtig gegenüber  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nedap" target="_blank">Nedap</a> und ähnlichen Wahlcomputern. Neben der Transparenz  zweifelte er den Kostenvorteil, die Effizienz und die Auswirkungen auf  die Wahlbeteiligung von Wahlcomputern an: Es ist nicht ökonomisch teure  Computer unter strengen Sicherheitsvorkehrungen zu lagern, die nur alle  ein bis zwei Jahre eintägig eingesetzt werden. Ob Wahlberechtigte  zügiger mit Wahlcomputer zurechtkommen als mit bewährten  Stimmzetteln ist fraglich. Insbesondere sind an Wahltagen die  Stoßzeiten problematisch, die man zukünftig mit sechs statt drei  Wahlkabinen pro Wahllokal in Bremen bewältigen will. Eine entsprechende  Anzahl an Wahlcomputern würde wiederum die Kosten erheblich in die Höhe  treiben. Insbesondere eine Auswirkung auf die Wahlbeteiligung ist nicht  nachvollziehbar. Schließlich will sich der Wähler von dem Wahltag und  dem Urnengang lösen. Der Briefwahlanteil bei der letzten Europawahl  betrug 30%. Das spricht nicht für Wahlcomputer sondern für eine  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Internetwahl" target="_blank">Internetwahl</a>.</p>
<p>Eine Internetwahl kommt für Schlichting aber nicht in Frage, da er die  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Signatur" target="_blank">Digitale Signatur</a>, die sich nicht durchgesetzt hat, hierzu für notwendig  hält. Zukünftig aber Chancen durch die Einführung des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis_(Deutschland)#Einf.C3.BChrung_des_elektronischen_Personalausweises_.28ePA.29" target="_blank">Elektronischen Personalausweises</a> sieht. Constanze Kurz erklärte knapp die Unmöglichkeit sichere  Wahlen mit virenverseuchten Client-Rechnern durchzuführen.</p>
<p>Aufgeschlossen zeigte sich Schlichting auch gegenüber <a href="http://www.ccc.de/updates/2007/wahlstift-hack" target="_blank">Wahlstiften</a>. Grund  ist einerseits das Drängeln seitens der Politik auf schnelle  Endergebnisse, anderseits die Möglichkeit Wahlhelfer einzusparen. Das  Wahlhelferproblem ist allenorts immens. In Bremen schafft man mit Mühen <a href="http://www.radiobremen.de/politik/nachrichten/politikbundestagswahlhelfer100.html" target="_blank"> fehlende Wahlhelfer</a> durch den Einsatz von Beamten auszugleichen.  Versuche ehrenamtliche Wahlhelfer durch Erhöhung der Vergütung zu  motivieren, schlugen laut Schlichting fehl, da sich viele mit der  Vergütung zur Mittagszeit verdrückten. Aus diesem Grund setzt man  andernorts bereits ausschließlich Beamte als Wahlhelfer ein.</p>
<p>Schlichting sieht zwar die Risiken bei Wahlstiften sowie die dadurch  eventuell notwendigen Nachzählungen der Stimmzettel, die das  Wahlhelferproblem nur bedingt mildern, betonte aber auch die Risiken der Stimmzettel-Wahl. Die Briefwahl ist z.B. problematisch, da der Postweg riskant  ist. Auch kommen viele Wahlzettel erst nach dem Stichtag bei ihm an.</p>
<p>Eine Einführung von Wahlstiften zur nächsten Bremischen  Bürgerschaftswahl in zwei Jahren hält Schlichting für unwahrscheinlich,  da derartige Systeme langwierig getestet werden müssen. Grinsend  bedauerte er, dass Hamburg nicht den <a href="http://www.heise.de/newsticker/Aus-fuer-den-digitalen-Wahlstift--/meldung/99089" target="_blank">kostenintensiven Beta-Test  für Bremen</a> gemacht hat. Dass es in Bremen keine konkreten Planungen  gibt, zeigte sich auch an der Unkenntnis Schlichtings von der Notwendigkeit bei jeder Wahl neue  Laptops für das Wahlstiftsystem aus Gründen der Manipulationsgefahr einzusetzen, was die Kosten-Nutzen Rechnung erheblich  verändert. Allerdings hält Schlichting einen Einsatz von Wahlstiften für  die übernächste Bürgerschaftswahl in sechs Jahren für realistisch. In  den nächsten Jahren steht also eine politische Entscheidung bzgl.  Wahlstifte in Bremen an und die Wahlcomputer-Alarmstufe ist für das  kleinste Bundesland von grün auf gelb hoch gesetzt:</p>
<p><strong>Achtung! Wahlcomputergefahr!</strong></p>
<p>Vorerst die beste Art sich gegen Wahlcomputer zu engagieren: Werdet  Wahlhelfer bei der nächsten Bundestagswahl und überredet auch eure  Verwandten, Bekannten und Freunde sich auf diesen Weg für unsere  Demokratie einzusetzen: <a href="http://www.wahlen-berlin.de/wahlen/Bundestagswahl-2009/Wahlhelfer/Wahlhelfer.htm" target="_blank">Berlin</a>, <a href="http://www.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen02.c.10777253.de " target="_blank">Bremen</a>, <a href="http://www.hamburg.de/wahlhelfer/" target="_blank">Hamburg</a>, <a href="http://nrw.mehr-demokratie.de/wahlhelfer.html" target="_blank">Nordrhein-Westfalen</a> (Teils werden Wahlhelfer über die Kommunen gesucht. Weitere Links bitte in den Kommentaren)<strong><br />
</strong></p>
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		<title>CDU Plakat Remix 09</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Aug 2009 01:44:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>huettn</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
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		<description><![CDATA[
Zehn Minuten CDU Plakat Remixe.
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			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="425" height="344" data="http://www.youtube.com/v/X5VTQk2bYJM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/X5VTQk2bYJM&amp;hl=de&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p>Zehn Minuten <a href="http://www.flickr.com/photos/41336872@N02/" target="_blank">CDU Plakat Remixe</a>.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>CDU Plakat Remix Generator</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 09:55:02 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<description><![CDATA[
Netzpolitik.org und lawblog.de sind sich mittlerweile sicher, dass im Wahlkampf Satire erlaubt ist und wir wünschen allen viel Spaß mit dem CDU Plakat Remixer:
http://ngin.de/cduremix/
Update: Fotografin will nicht mehr gegen die Remixe klagen
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-1784" title="cdu-remix1" src="http://evildaystar.de/wp-content/uploads/2009/08/cdu-remix1.png" alt="cdu-remix1" width="491" height="347" /></p>
<p><a href="http://netzpolitik.org/2009/wahlwerbung-remixen-sollte-legal-sein/" target="_blank">Netzpolitik.org</a> und <a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/12/schnell-zuruckpfeifen/" target="_blank">lawblog.de</a> sind sich mittlerweile sicher, dass im <a href="http://evildaystar.de/2009/08/darf-man-im-wahlkampf-satire-machen/" target="_self">Wahlkampf Satire erlaubt</a> ist und wir wünschen allen viel Spaß mit dem CDU Plakat Remixer:</p>
<p><strong><a href="http://ngin.de/cduremix/" target="_blank">http://ngin.de/cduremix/</a></strong></p>
<p><strong>Update: </strong><a href="http://www.lawblog.de/index.php/archives/2009/08/12/fotografin-will-nicht-klagen/" target="_blank">Fotografin will nicht mehr gegen die Remixe klagen</a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Darf man im Wahlkampf Satire machen?</title>
		<link>http://evildaystar.de/2009/08/darf-man-im-wahlkampf-satire-machen/</link>
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		<pubDate>Tue, 11 Aug 2009 20:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jali</dc:creator>
				<category><![CDATA[undefinierbares]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[cduremix09]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Union]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn es nach der Union geht, wohl eher nicht. Netzpolitik.org hatte nach dem erscheinen der neuen Wahlplakate der CDU, zu einem satirischen Remix des aktuellen CDU-Wahlplakates aufgerufen. Die Teilweise recht lustigen Ergebnisse wurden von Netzpolitik.org dann online gestellt, der Beitrag hat es sogar bis ins ZDF geschafft.

Nun hat sich die Fotografin gemeldet, die das Bild [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn es nach der Union geht, wohl eher nicht. <a title="netzpolitik.org" href="http://netzpolitik.org/" target="_blank">Netzpolitik.org</a> hatte nach dem erscheinen der neuen Wahlplakate der CDU, zu einem<a title="Schäuble Plakat-Remix-Wettbewerb" href="http://netzpolitik.org/2009/der-schaeuble-plakat-remix-wettbewerb/" target="_blank"> satirischen Remix</a> des aktuellen CDU-Wahlplakates aufgerufen. Die Teilweise recht lustigen Ergebnisse wurden von Netzpolitik.org dann <a title="Erste Ergebnisse: Die Schäuble Plakat-Remixe" href="http://netzpolitik.org/2009/erste-ergebnisse-die-schaeuble-plakat-remixe/" target="_blank">online gestellt</a>, der Beitrag hat es sogar bis ins ZDF geschafft.</p>
<p><object width="425" height="350" data="http://www.youtube.com/v/jjLMk2RuBLg&amp;feature" type="application/x-shockwave-flash"><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/jjLMk2RuBLg&amp;feature" /></object></p>
<p>Nun hat sich die Fotografin gemeldet, die das Bild für das Plakat gemacht hat, und <a title="CDU-Plakate darf man nicht remixen?" href="http://netzpolitik.org/2009/cdu-plakate-darf-man-nicht-remixen/" target="_blank">fordert</a> Netzpolitik.org per strafbewehrter Unterlassungserklärung  auf, die Inhalte wieder offline zu nehmen, da das Foto von Herrn Schäuble an die CDU nur für die Verwendung zu Wahlwerbezwecken lizensiert sei, nicht jedoch für &#8220;Wettbewerbe&#8221; und &#8220;Diffamierungen&#8221;, also für Satireaktionen.</p>
<p>Markus Beckedahl von Netzpolitk.org, ringt derzeit damit, ob er sich den Stress eines Rechtsstreits antun will. Ich würde es begrüßen,wenn er es darauf hankommen ließe, nicht zuletzt weil ich gerne wüßte, ob die Fotografin hier selbstständig handelt, oder ob die CDU da gerade keinen Spaß versteht.</p>
<p>Außerdem sollte man die Sache möglichst hoch hängen, denn unabhägig von der Rechtslage, ist das oberpeinlich für die CDU. Wer sich als dermaßen humorlos darstellt, sollte damit auch eine Bauchlandung hinlegen.</p>
<p>Wenn die Fotografin hier einen Alleingang durchzieht, können wir ihr ja dafür danken.</p>
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