Audism is Alive

Die Initiative Nachrichtenaufklärung hat die Top 10 der von den Mainstream-Medien in 2009 vernachlässigten Nachrichten veröffentlicht. Auf Platz 8 findet sich ein Thema, dem in der Tat nicht viel Aufmerksamkeit zu Teil wurde: In einem großen Teil der Schulen für Gehörlose wird die Gebärdensprache nicht unterrichtet. Stattdessen versucht man den gehörlosen Schülern die Lautsprache beizubringen.

Nun ist es unbestritten so, dass das beherrschen der Lautsprache für Menschen von Voteil ist, die sich in einer Welt zurrechtfinden müssen, die keine Gebärdensprache beherrscht. Nun schließt das eine, das andere aber auch nicht aus; auch Hörende lernen in der Schule in der Regel mindestens zwei verschiedene Sprachen.

Die Argumente gegen die Gebärdensprache sind dann auch andere: Gehörlose sollen sich nicht in der Bequemlichkeit der Gebärdensprache einrichten, da sie dadurch nicht motiviert würden, Sprechen zu lernen, und sich mit der Welt der Hörenden auseinander zu setzen. Außerdem würde das verwenden der Gebärdensprache die Kommunikation behindern, weil die Gebärdensprache nur eine “Hilfskonstruktion” sei, die die Lautsprache nicht ersetzen könne. Außerdem wird oft argumentiert, die Benutzung der Gebärdensprache stigmatisiere die Gebärdenden, weil sie sofort als Gehörlose identifiziert werden könnten.

Diese Auffassung wird gemeinhin als Audismus bezeichnet; ihr liegt eine Vorstellung zugrunde, die dem Gehör eine besondere Wertschätzung zukommt, und dementsprechend Gehörlose oder Hörgeschädigte Menschen als bedauernswerte Behinderte sieht, die fremder Hilfe benötigen um Leben zu können.

Diese Vorstellung geht auf die aristotelische Vorstellung zurück, dass Lautsprache eine notwendige Voraussetzung des Denkens ist, was impliziert, dass nicht sprechende Menschen auch des Denkens nicht mächtig sind. Daraus wird dann gefolgert, dass die Gebärdensprache, bei der es sich nicht, wie bei der Braille-Schrift für Blinde, um ein künstliches Sprachsystem, sondern um eine natürliche Sprache handelt, keine vollwertige Sprache, sondern allenfalls ein Notbehelf ist.

Daraus resultieren einige systematische Diskriminierungen Gerhörloser im Alltag, beginnend mit der Tatsache, dass die Gebärdensprache erst seit 1992 in Deutschland als eigenständige Sprache anerkannt ist, bis hin zur Verweigerung des Gebärdenunterrichts in Schulen.

Tatsache ist jedoch, dass die Deutsche Gebärdensprache eine “vollwertige” Sprache ist, mit Grammatik, Semantik und Vokabeln. Man kann in ihr über das Wetter ebenso sprechen, wie über Teilchenphysik.  Gehörlose Menschen sind keineswegs isoliert, es gibt eine reiche Kultur innerhalb der Gehörlosen-Community, von Dichtung bis zu derbem Humor. Es sind eher wir Hörenden, die sich auf diese Kultur nicht einlassen mögen. Und das vielgehörte Argument, dass Gebärden in der Öffentlichkeit würde die Betroffenen stigmatisieren ist ebenfalls vor allem ein Problem der Hörenden.

Für uns Hörende ist es ungleich einfacher, die Gebärdensprache zu erlernen, als es für einen Gehörlosen ist, die Lautsprache zu erlernen. Statt die Gebärdensprache zu unterbinden, sollten die Schulen den Kreis ihrer Schüler zu erweitern, und Hörende mit einzubeziehen, den Hörenden die Gebärdensprache beizubringen ist nicht nur eine Möglichkeit beide Gruppen zusammenzubringen, es kann auch eine Chance für Hörende sein, die Welt anders zu entdecken. Lautsprachentwicklung und Feinmotorik hängen eng zusammen. Jeder Logopäde übt mit Kindern Feinmotorik, um ihre Sprachfähigkeiten zu stimulieren. Dies legt nahe, dass die Gebärdensprache auch für den Spracherwerb von Hörenden von Nutzen sein kann; sie erfordert ein hohes Maß an feinmotorischen Fähigkeiten.

So könnte sich herausstellen, das die Audisten im Unrecht sind: Die Gebärdensprache blockiert den Erwerb von Lautsprache nicht, sie kann ihn sogar fördern.

United Breaks Guitars (Teil II)

Ich hatte ja bereits im vergangenen Jahr über die witzige Aktion des kanadischen Sängers Dave Carroll geschrieben, der -nachdem bei einem Flug mit United Airlines seine Gitarre zu Bruch gegangen war, weil das Personal beim Verladen damit herumgeworfen hatte- statt zu klagen, lieber einen Song veröffentlicht hat, in dem er die Praxis der Airline beklagt, Schadensersatzforderungen von Kunden einfach auszusitzen.Der Song hat ist bei YouTube über sieben Millionen mal angesehen worden, und zirkuliert in unzähligen Blogs.

Carroll hatte angekündigt drei Songs zu dem Thema zu schreiben, und nun ist der Sage zweiter Teil verfügbar. Im neuen, ebenfalls witzig gemachten Song, geht das darum, dass jene Ms. Irlweg, die schon im ersten Song als Sachbearbeiterin für Carrols Fall zusständig war, mit allen Mitteln versucht einen Ersatz für Carrolls Gitarre zu ermöglichen, und regelmäßig an den irrwitzigen Vorgaben ihrer eigenen Firma scheitert.

Auch zu diesem Song gibt es einen Blogeintrag von Dave Carroll.

Bombenbauanleitungen im Internet

Solange noch keine Stoppschilder davor sind, hier eine Linksammlung mit Bombanbauanleitungen und Terror-Manuals:

Video eines Nacktscanners im Einsatz

Bürgerinnen und Bürger so wie sie CDU, FDP und SPD sehen wollen.

Christoph Faulhaber: Mister Security

Kunst mit der Terror-Fahndung:

Website von Christoph Faulhaber: www.christophfaulhaber.de

So schnorchelt man Nacktbilder aus Nacktscannern ab

Die Fantasien von Thomas de Maizière, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und anderen Spannern Nacktbilder von Fluggästen zu erstellen sollen nun über die bereitwillig von der Presse mitgetragene Umbenennung von Nacktscanner in Körperscanner sowie einer Privacy-Funktion Realität werden: Ob sich irgendetwas gefährliches am Körper befindet sollen Computer autonom erkennen können und erst dann ein stilisiertes Bild für die Sicherheitsleute ausgeben. Träger und Trägerinnen von Intimpiercings können sich schon jetzt auf dumme Sprüche bei der Sicherheitskontrolle einstellen.

nacktscanner_intimpiercing

Das man mittels Bilderkennung keinen Zwei-Komponenten Sprengstoff erkennen kann ist klar: Die Spannerkästen haben selbst beim Detektieren von Waffen nur eine Erfolgsquote von 60%. Aber immerhin kann man Nacktbilder von den um unsere Sicherheit besorgten Politiker und Politikerinnen  aus den Nacktscannern abschnorcheln:

  • Das stilisierte Bild für die Sicherheitsleute ist nämlich nur eine Schein-Privacy-Funktion: Natürlich werden nach wie vor Nacktbilder mit allen Details erstellt. Erst nachträglich werden diese für die Bilderkennung erstellten Nacktbilddaten zu den Grafiken mit den schemenhaften Umrissen eines Menschen umgewandelt.
  • Alle Daten, also auch die Nacktbilder-Rohdaten, sollen nach dem Schein-Sicherheitscheck umgehend gelöscht werden. Löschen bedeutet aber bei digitalen Datenträger, dass lediglich die Meta-Informationen (z.B. wo sich die Daten auf dem Speichermedium befinden) und nicht die Daten(blöcke) selber gelöscht werden. Angenommen es werden 300kb große Nacktbilder erstellt und das Speichermedium ist nur 2GB groß, dann befinden sich in jedem Spannerkasten immerhin noch knapp 7000 Nacktbilder.
  • Durch Social Hacking direkt am Flughafen oder später auf der Müllkippe sollte man an die Speichermedien der Nacktscanner herankommen. Die Wiederherstellung der gelöschten Daten (Meta-Informationen) ist kinderleicht. Ich bin gespannt auf die CDU-FDP-SPD-Peepshow *fg*

Alarm um den “Nacktscanner”

Seit dem missglückten Anschlag vom 26.12. herrscht unter Politikern mal wieder helle Aufregung: Bundesinnenminister Thomas de Maizère fordert nun in der Süddeutschen Zeitung die Einführung sog. “Nacktscanner”, die sein Vorgänger Wolfgang Schäuble bereits abgelehnt hatte.

Der Aufschrei unter  Bürgerrechtlern ließ nicht lange auf sich warten. Viel ist da die Rede von der “Wahrung der Menschenwürde”. So sagt auch Minister De Maizère z.B. im Interview mit der Süddeutschen auf die Frage, ob er sich selbst von so einer Maschine “entkleiden” lassen würde:

Wenn es ein entsprechendes Gerät gibt, das die Persönlichkeitsrechte wahrt, hab’ ich damit kein Problem – aber wir sind noch nicht so weit.

Im Folgenden erläutert er, wie solche Geräte konstruiert sein müssen, um diese Kriterien zu erfüllen. Allerdings lässt die Wortwahl durchblicken, dass er wenig davon versteht, wie die Geräte tatsächlich funktionieren:

Diese Geräte arbeiten auf der Basis von Terahertz- oder Millimeterhertz-Wellen. Diese Wellen werden vom menschlichen Körper und am Körper getragenen Gegenständen wie von einem Spiegel reflektiert.

Was “Millimeterhertz-Wellen” sind, ist mir dabei noch rätselhaft. Leider ist der Informationsstand auf allen Seiten so konfus, dass weder Befürworter noch Kritiker der Methode konkret zu wissen scheinen, wie das Ganze eigentlich funktioniert. Ich habe, mit Hilfe von Bella (danke!), mal ein paar Fakten zusammengetragen.

“Millimeterhertz-Strahlung”
Die sog. Terahertzstahlung ist ein bestimmter Bereich des elektomagnetischen Spektrums. Mit Wellenlängen zwischen 1mm und 1µm liegen diese zwischen dem Bereich der Mikrowellen und dem nahen Infrarot. Interessanterweise kommt die Terhertzstrahlung in den am meisten diskutierten Einsatzszenarien gar nicht zum Einsatz. Stattdessen verwendet man sog. Millimeterwellen, also sehr kurzwellige Mikrowellenstrahlung mit Wellenlängen um Bereich zwischen 1 und 10 mm.

Einige Wellen im Millimeterbereich haben die Eigenschaft, bestimmte Stoffe durchdringen zu können. So sind z.B. Wolle oder auch Kunststoffe für bestimmte Wellenlängen durchsichtig, der menschliche Körper hingegen nicht.

Aktiv vs. Passiv
Der menschliche Körper strahlt jederzeit Wärme ab. Diese Wärme wird in Form von Infrarot- und Terahertzstrahlung an die Umgebung abgegeben. Ein Teil dieser Strahlung durchdringt die Kleidung und gelangt nach aussen. Passive Body-Scanner fertigen mit Hilfe dieser Strahlung ein Wärmebild des Körpers an. Das Prinzip ist hierbei ähnlich wie bei einer klassischen Wärmebildkamera. Die Bildqualität ist dabei ähnlich wie bei üblichen Wärmebildern, also sehr Detailarm. Körperfremde Gegenstände erkennt man auf dem Bild vor allem durch die Temperaturunterschiede.

Aktive Scanner hingegen bestrahlen den untersuchten Körper mit Strahlung im mm-Bereich, und messen die Reflektion. Aus den zurückgeworfenen Wellen rekonstruiert der Scanner ein dreidimensionales Modell des Körpers.  Da die Kleidung für die Strahlung durchsichtig ist, sieht man auf dem Bild die Oberfläche des Körpers. Da Fremdgegenstände (z.B. eine unter der Kleidung getragende Waffe) die Strahlung mehr oder weniger streuen oder dämpfen, erscheinen sie auf dem Bild als Schatten. Bei dieser Methode sind deutlich anatomische Details zu erkennen, aber auch am Körper getragene Gegenstände, Prothesen oder Brustimplantate sichtbar werden. Diese Methode beschreibt den tatsächlichen “Nacktscanner”.

Einsatz in Deutschland
Die Bundespolizei führt laut Aussagen des BMI derzeit Labortests mit Scannern durch, wie sie auch in Amsterdam-Schipol derzeit getestet werden. Die Geräte in Amsterdam sind Geräte des Typs ProVision des US-amerikanischen Herstellers L3-Communications, die auf der aktiven Technologie basieren.

Probleme
Der Einsatz der Geräte wirft einige Fragen auf, die technisch schwer zu beantworten sind: So fordert Bundesinnenminister de Maizière, dass auf dem Bild keine intimen Details, sondern nur Strichmännchen zu sehen sein sollen. Die Software müsste also so angepasst werden, dass anatomische Details unsichtbar würden, Waffen aber identifizierbar blieben. Die Software müsste also in der Lage sein, einen Sprengstoffbeutel von einem Anus praeter  zu unterscheiden. Bella hat einige politische Implikationen beleuchtet, und politische Forderungen aufgestellt, die sich aus der Debatte ergeben.

Viele der Probleme ließen sich umgehen, wenn man, wie Torsten May vom Institut für Photonische Technologien in Jena, vorschlägt; auf passive Technologien ausweicht. Ein einfaches Wärmebild zeigt keinerlei anatomische Details, und ist insofern sogar weniger invasiv als eine Leibesvisitaion.

26C3: Dunkin’ Donuts DDoS

Und noch was vom 26C3: Es gab, wie im Vorjahr, wieder ein DDoS auf Dunkin’ Donuts. Ich bin danach zu einem Talk gegangen, Berichte sagen aber, dass die Horde noch zwei weitere Läden leergekauft hat.

26C3 – Eindrücke von der Demo

Auf dem 26C3gab es, wie seit mehreren Jahren, mal wieder einen kleinen Protestmarsch gegen Überwachung. Ich habe ein paar Eindrücke versucht einzufangen. Viel ist es nicht geworden, weil es so bitter kalt war, das ich vor Kälte die Kamera nicht ruhig halten konnte. *brr*

The True Odds of Airborne Terror Chart

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(via gizmodo.com)

Pfui! CDU UND FDP wollen mit Nacktscanner Kinderpornografie produzieren!

CDU und FDP drehten sich gemeinsam innerhalb von 24 Stunden um 180 Grad: Nacktscanner, in denen Bosbach (CDU) 2008 keinen zusätzlichen Sicherheitsgewinn sah, sind wieder en vogue. Direkt nach dem Anschlagsversuch in Detroit hieß es noch “Neue Sicherheitsgesetze brauchen wir nicht”. Einen Tag später hatten aber führende Politiker von CDU und FDP  keine grundsätzlichen Bedenken mehr gegen die Spannerkästen. Begründet wird der Sinneswandel über Nacht mit einer Privacy-Funktion für Nacktscanner, die verhindert, dass der “Intimbereich der Passagiere tangiert wird “, so Bosbach … vermutlich stellen sich das CDU Politiker folgendermaßen vor:

nacktscanner_mit_stoppschild

Wie auch immer CDU und FDP unseren Intimbereich nicht tangieren wollen, technisch kann man das nur mit nachträglicher Bildbearbeitung umsetzen, da man Zwei-Komponenten Sprengstoff sicherlich scharf dargestellt haben möchte: Auch wenn Zöllner erst unsere Körper mit unscharfen Konturen zu Gesicht bekommen, nachdem eine autonome Bilderkennung Zwei-Komponenten Sprengstoff erkannt haben will (das klappt nie in Anbetracht des derzeitigen Stands der Technik), müssen hierzu Daten mit allen Details erstellt werden. Neben gefühlter Sicherheit, gefühlter Datenschutz! Im Grunde fordern damit CDU und FDP gerade die größte Pornoproduktion aller Zeiten ein. Tabus kennen sie dabei nicht: Von Rentnern, Hunden (?) und selbst Kindern sollen Nacktbilder abgepresst werden. Insbesondere letzteres bringt die Sicherheitsleute an Flughäfen juristisch in die Klemme, da sie Kinderpornografie per Dienstvorschrift produzieren müssten. In Großbritannien warnte die Kinderrechtsorganisation “Action on Rights for Children” bereits massiv vor Nacktscanns von Kindern. Die Hersteller der Spannerkästen empfehlen daher Nacktbilder erst von Kindern die älter als 12 Jahre sind und wenn Eltern dem zugestimmt haben zu erstellen, was natürlich nicht das rechtliche Kinderpornografie Problem löst. Abgesehen davon, dass sich keiner vor dem Staat nackig machen will, sind allein wegen dieser Rechtsproblematik Nacktscanner eine Schnapsidee, denn Kinder außen vor zulassen, würde die Idee, dass Spannerkästen das Fliegen sicherer machen, wiederum ad absurdum führen, da es bereits ein Selbstmordattentat von einem Zehnjährigen (sic!) gab.

… abschließend noch ein Bruce Schneier Zitat: “Nur zwei Dinge haben das Fliegen (seit 9/11) wirklich sicherer gemacht: verstärkte Cockpittüren und die Tatsache, dass Passagiere inzwischen wissen, dass sie sich gegen Hijacker wehren können.”

Update: SPD jetzt auch für Nacktscanner

AK-Vorrat – AK-Zensur: Quo Vadis?

Auf dem 26C3 gab es einen Workshop des AK-Vorrat und des AK-Zensur. Angekündigt war der Workshop von beiden Gruppen, sodass es zunächst ein bischen Verwirrung gab, wer denn nun eigentlich einen Workshop macht.

Man einigte sich aber schnell, einfach einen gemeinsamen Workshop zu machen, und über die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den AK’s zu diskutieren.

Einig waren sich alle, dass man keinen “Dachverband” will, der von oben herab diktiert, was läuft. Andererseits sehen alle die Notwendigkeit, eine gemeinsame Infrastruktur für netzpolitische Bürgerechtsbewegung zu schaffen.

Dieser Ansatz ist sehr vielversprechend, da angesichts von ELENA und Co. zu erwarten ist, dass bald neue AK’s entstehen werden, um den neuesten Ideen der Bundesregierung zu begegnen.

So könnte es in Zukunft zum Beispiel einen gemeinsamen Verteiler für Presseerklärungen geben, um die Öffentlichkeitsarbeit zu koordiniern und zu verbessern.

Leider musste die Diskussion an diesem Punkt unterbrochen werden, weil in dem Raum schon der nächste Workshop  stattfinden sollte. Ich wünsche mir, dass diese Diskussion jenseits des Kongresses fortgesetzt wird.

Singing Tesla Coils on 26C3

Gestern abend auf dem 26C3 gab es eine singende Tesla Spule zu bewundern:

Girl in Underwear shoots Potato gun

Arbeit macht frei – Diebe stehlen Schriftzug aus der KZ Gedenkstätte in Auschwitz

Die Tagesschau meldet heute, dass Diebe in der Nacht zum Freitag, den Schriftzug “Arbeit macht frei” vom Eingangstor der KZ-Gedenkstätte Auschwitz gestohlen haben. Einem Wachmann war gegen 6 Uhr morgens das Fehlen der Schriftzuges aufgefallen.

Taggesschau.de zufolge wurde das Schild an einer Seite abgeschraubt, an der anderen abgerissen. Von möglichen Tätern fehlt bislang jede Spur. Die Polizei wartet nun auf die Auswertung der Bilder der Überwachungskameras.

Da frage ich mich, wer so etwas tut. Eisendiebe, denen es an jeder Form von Pietät mangelt? Oder der Schlag Leute der Nachts auf Friedhöfen Grabsteine mit Hakenkreuzen beschmiert, und seine Nothdurft auf den Gräbern verrichtet?

Das Wort, das mir spontan für solche Leute einfällt, ist für einen Blog wohl zu unflätig.

Der Spruch “Arbeit macht frei” stand über den Toren aller Konzentrationslager (mit Ausnahme des Lagers Buchenwald, dort stand “Jedem das Seine”). Der zynische Spruch sollte den angeblichen “Erziehungszweck” der Lager umschreiben, und den eigenlichen Zweck, der systematischen Ermordung von Menschen (”Vernichtung durch Arbeit“) verschleiern. Das Schild in Auschwitz wurde von polnischen Zwangsarbeitern im Lager gefertigt.

Der Spruch selbst geht auf den SS-General Theodor Eicke zurück, der der erste Lagerkommandant im KZ Dachau war.